Mesotherapie

Die Mesotherapie stammt aus Frankreich, ist dort als sehr wirkungsvolle und schonende medizinische Methode anerkannt und wird dort auch, im Gegensatz zu Deutschland, bei einigen Indikationen von den Kassen anerkannt bzw. erstattet.

 

Das Wort Meso (griech.: mittel) nimmt Bezug auf das Mesoderm, welches in der dritten Entwicklungswoche des Menschen als mittleres Keimblatt entsteht und aus dem sich heraus u.a. Haut und Bindegewebe entwickeln, jene Bereiche, die Ziel der Mesotherapie sind. Somit werden neben der gezielten lokalen auch regulatorische Wirkungen auf das Gesamtsystem erreicht.

 

Es werden für jeden Patienten bzw. für jedes Problem individuelle Medikamente zusammengestellt (Arzneien, Vitamine, homöophatische und pflanzliche Mittel) und die Wirkstoffe direkt mit feinen, kurzen, schmerzarmen Spezial-Nadeln in die Haut im zu behandelnden Bereich injiziert.

Die minimalinvasive Methode verbindet Grundlagen der Akupunktur, Neuraltherapie und der Arzneitherapie und Homöopathie, wobei auch das Prinzip der Reflexzonen genutzt wird. Ihre Wirkungsweise ist sehr schonend, nahezu nebenwirkungsfrei und verspricht, sowohl bei akuten als auch chronischen Erkrankungen sowie in der ästhetischen Medizin gute Erfolge. 

Die Stiche sind oberflächlich, nur wenige Millimeter tief – lediglich intrakutan (in die Haut); sie regulieren die Abwehrkräfte, indem sie die Immunzellen der Haut modulieren, steigern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Bindegewebes, setzen entzündungshemmende Stoffe frei und gehen durch die Mikrozirkulation (Blut und Lymphfluss) sowie Diffusionsprozesse in tiefere Strukturen, ohne jedoch den Organismus unnötig zu belasten.

 

Abhängig von der Indikation erfolgt die Behandlung meist mehrfach im wöchentlichen oder größer werdenden Abstand von bis zu mehreren Monaten. Oft reichen 3-5 Behandlungen aus.

Anwendungsbeispiele:

 

  • Schmerzen, v.a. orthopädische Schmerzen, z.B. Rücken, Tennisarm, Kniegelenk
  • Orthopädische Probleme, Verspannungen, Arthrose, nach OPs  (kombinierbar mit anderen Methoden)
  • Sportverletzungen, Überlastungsschäden
  • Narbenentstörung
  • Immunsteigerung
  • Durchblutungs- und Wundheilungsförderung
  • Stress
  • Erschöpfungszustände, Burn-out
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Mückenschutz
  • Haarausfall
  • Ästhetische Medizin für eine reinere, glattere, frischere Haut
  • PRP-Behandlung


    Eine spezielle Art der Anwendung ist die mit aufbereitetem Eigenblut, dem plättchenreichen Blutplasma, welches oft im orthopädischen (vor allem entzündlich/degenerative Prozesse des Haltungsapparates) sowie im ästhetischen Bereich (siehe Vampir-Lift) erfolgsversprechend ist.